Amazon Kindle 4: die Antwort auf das iPad?

Der neue Kindle Nr. 4 („Kindle Fire“) soll Amazons Leseplattform gegen das übermäßige Wachstum des iPad absichern. Dazu soll es, so Techcrunch, mit farbigem Bildschirm, iPad-ähnlicher Bedienung und vielen Amazon Diensten noch im November in USA veröffentlicht werden. Der Preis für das etwas kleinere Tablet soll mit weniger als 200 Dollar dem iPad klar den Kampf ansagen.

Es dürften sich inzwischen 30 und 35 Millionen iPads auf dem Erdball befinden – so viele, dass sogar Hewlett & Packard als größter Hardwarehersteller der Welt die Segel gestrichen hat. Wie viele Kindle Lesegeräte Amazon dagegen verbreiten konnte, ist weitgehend unbekannt, vor einigen Monaten hieß es kurz „Millions“ – woraus zu entnehmen ist, dass man wohl nicht an der Spitze steht.

Ähnlich wie das bisherige „eInk“ Kindle, das alle Bücher im tristen Grau zeigt, wird auch das Kindle 4 ziemlich eingeschränkt sein: voraussichtlich wird Amazon den freien Download von Apps für das Android Betriebssystem einschränken, da man mit einem eigenen „App Store“ starten will (dieser Store wird vermutlich anders heißen, da Apple dieses Wort weltweit geschützt hat). Und ein eigener App Store bedeutet, dass er am Anfang kaum auch nur ansatzweise an die Vielfalt von Programmen auf dem iPad herankommen wird.

Vor einigen Monaten musste Amazon aus seiner Kindle App für das iPad den Link zum eigenen Shop entfernen: bisher konnte ein Nutzer auf diese Weise über die Amazon App auf dem iPad direkt bei Amazon Bücher kaufen und lesen. Das unter Umgehung von Apple’s iTunes Laden. Ein Vorgang, der Apple nicht gefiel.

Schließlich sollen 30 % Umsatzanteil von allen Verkäufen auf dem iPad dem weltgrößten Unternehmen in Cupertino zufallen. Weswegen Amazon vor die Entscheidung gestellt wurde: entweder nimmt Apple die Kindle App vom iPad, oder Amazon entfernt den Link zum eigenen Shop. Amazon gab nach, nahm seinen Shop aus der Lese App und verlagerte das Buchregal des iPad – Kindle in die Cloud. Dort erscheinen die Bücher wieder, sobald man sich über den Webbrowser bei Amazon angemeldet hat und das iPad zugeordnet werden kann. Ein Kniefall von Amazon vor Apple – mit Happy End für die Kunden.

Also: Das Kindle 4 (Kindle Fire) wird kleiner, billiger, beschränkter. Dafür – ähnlich wie das Nook von Barnes & Noble – farbig und insgesamt fröhlicher als der triste Kindle 3. Hinter dem neuen Kindle wird Amazon als größter Buchladen der Welt stehen. Ob das reicht, um Apple auch nur herauszufordern, steht in den Sternen.

Quelle: Techcrunch

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