Kindle 4: So schlägt Amazon das iPad

Kurz vor der offiziellen Präsentation des Kindle 4 Tablet, das nach neuesten Gerüchten „Kindle Fire“ heißen soll, hat Amazon erste Informationen zu den Inhaltsdiensten auf dem neuen Kindle veröffentlicht: 11.000 Filme und TV Sendungen wird das Kindle Fire transportieren, dazu Magazine der Verlage Hearst, Conde Nast und Meredith.

Da das Kindle 4 von Quanta designed wurde, geht man davon aus, dass es dem Motorola Playbook (Abbildung) ähneln könnte.

Wie auch immer: Tablets bestehen aus einem Display und einem möglichst schmalen Rand drum herum. Auf den Inhalt kommt es an! Hier hat Apple mit seinem berstend angefüllten App Store die Nase weit vorn – was wird Amazon als weltweit größte Handelsplattform auf seinem Tablet bieten?

Mehr als hunderttausend (mehr oder weniger sinnvolle) „App“likationen bietet der iPad App Store – und ist damit nicht mehr einzuholen. Also muss ein Unternehmen, das auf dem Tablet Markt Erfolg haben will, neue und differenzierte Leistungen anbieten, um nicht von vorne herein als Verlierer da zu stehen. Eine Erkenntnis, für die Hewlett & Packard, Motorola, Acer und Samsung mit ihren iPad – Klonen bereits viel Lehrgeld bezahlt haben.

Amazon geht diesen Weg der Produktdifferenzierung konsequent. Das Kindle 4 wird kleiner und billiger als das iPad, dafür transportiert es eine geballte Ladung Medien. Der Amazon Kindle Store ist klar marktführend im eBook Bereich;  die Amazon Videothek baut (anders als Apples iTunes mit platten Downloads) auf Streaming innerhalb von Abonnements auf. Amazon hat mit vielen wichtigen Film- und TV Produktionsfirmen (Fox, Sony, CBS, Warner etc.) Verträge geschlossen: das Kindle Fire wird in USA den bequemen Zugang zu Blockbustern wie „Speed“ bis zu TV-Serien „Ally McBeal“ oder „24“ bieten.


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Amazon gilt den Print Verlagen als der sehnlichst erwartete iPad-Konkurrent. Man hofft, dass der Markteintritt des neuen Kindle den sehr selbstbewusst auftretenden Marktführer Apple zähmen kann. Im Abonnementbereich etwa signalisiert Amazon größeres Entegegenkommen für die Belange der Verlage.  Mit Conde Nast („Vogue“, „Glamour“, „Wired“), Hearst („Cosmopolitan“, „Esquire, „Elle“) und Meredith („Parents“) kann das Kindle Fire ein buntes Spektrum an Magazinen präsentieren.

Apple, so ein Verleger, bietet mit dem iPad Schönheit und Design; Amazon wird sein Tablet hingegen mit Marketing und Benutzerfreundlichkeit verbinden. So und nicht anders könnte das Rezept für einen echten iPad Herausforderer lauten.

Quellen: Apple Insider, AllThings

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