Buchempfehlung: „Hochzeit mit Huhn“ von Regina Mengel

Was haben ein Huhn namens Antje, eine beinahe geplatzte Hochzeit, Flitterwochen in Venedig, ein Eichhörnchen und eine Fischfabrik gemeinsam? Eine ganze Menge, zumindest in Lisas Leben. Man sollte meinen, das Leben einer Hofbesitzerin mit ein bisschen Biogemüse, Pitti, der Katze, Platsch, dem Hund, ein paar Hühnern, Kuh-namens-Wanda und einer besten Freundin, deren Gesprächslautstärke einem Stadionsprecher in nichts nachsteht, wäre einfach und unkompliziert. So kann man sich täuschen … (ein Gastartikel von Regina Mengel)

Foto für Buchvorstellung

Regina Mengel

Als Simon plötzlich ohne ein Wort das Weite sucht, dreht sich Lisas Leben von einem Tag auf den anderen auf Links. Aber warum ist Simon gegangen? Es deutet alles darauf hin, dass er wegen eines Huhns, Antje, auch genannt das Samstagshuhn, abgehauen ist. Lisa kann es kaum fassen. Prompt fällt sie mit Schwung in ein tiefes Liebeskummerloch. Endloses Heulen, ungewaschene Haare, dreckige Klamotten, Zombieschlurfen – das volle Programm. Aber irgendwann endet selbst die schlimmste Trauerphase und eine neue Liebe taucht auf. David, ein echter Traummann. Vielleicht ist er ein bisschen zu nachgiebig, und vielleicht hat er auch eine winzige Spur Torschlusspanik. Warum sonst sollte er Lisa nach nur 4 ½ Monaten einen Heiratsantrag machen? Trotz eines nicht ganz glücklichen Gefühls nimmt Lisa den Heiratsantrag an. Natürlich nicht, ohne ihn erst einmal zu sabotieren – schuldlos selbstverständlich –, und schon sechs Wochen später findet die Trauung statt. Oder das, was man so kirchliche Trauung nennen könnte. Ob ein Huhn dabei Teil der Veranstaltung sein sollte, darüber lässt sich streiten.

Hochzeit mit Huhn

Der einzig wahre Chick(en)Lit-Roman von Regina Mengel

Weg ist er … Ohne ein Wort des Abschieds. Lisa kann es nicht fassen. Sollte Simon sie wirklich aus Eifersucht auf ein Huhn verlassen haben?

Eine heitere Chik-Lit Komödie: man nehme eine Frau (Lisa), zwei Männer (David und Simon), eine beste Freundin, ein Huhn, eine Hochzeit und jede Menge Fettnäpfchen – schon hält man ein sehr bekömmliches Stück Unterhaltung in Händen. Turbulent, unterhaltsam und ein echter „Pageturner“! „Gelesen habe ich das Buch gleich an einem Stück. Schlaf wird sowieso überbewertet.“ (Leserin) (236 Normseiten / 3.768 Pos.) – hier kaufen!

Apropos Hochzeit mit Huhn. Ein Ausschnitt gefällig?

Da war es wieder, das Glucksen. Oder war es nicht vielmehr ein Pockern? Es klang wie der unterdrückte Laut eines Huhns. Anscheinend vertrug ich lange nicht so viel Stress, wie ich angenommen hatte. Dass sich hier tatsächlich ein Huhn befand, konnte ich wohl ausschließen. Vielleicht war mir der Sekt nicht bekommen? Ich schüttelte den Kopf, um die Wirkung des Alkohols zu vertreiben. Nur mit Mühe hielt ich meine Schritte im Takt, am liebsten wäre ich das letzte Stück gerannt. Ich musste unbedingt bei David ankommen, ehe mich der Wahnsinn einholte. Unvorstellbar, wie sehr sich der Weg durch eine solch kleine Kirche hinziehen konnte. Das lag an dieser getragenen Musik, man kam ja kaum vorwärts.
Endlich erreichte ich die erste Sitzreihe. Als ich zu David trat, atmete ich auf. Das Orgelspiel endete und der olle Plochner öffnete den Mund, um mit seiner Predigt zu beginnen. Hoffentlich hielt er sich nicht zu lange damit auf. So langsam bekam ich Hunger, und auf all den Sekt musste ich bald etwas essen, wenn ich den Rest des Tages überstehen wollte.
„Verehrte Hochzeitsgemeinde“, begann Plochner zu salbadern. Weiter kam er nicht. Ein ohrenbetäubendes Gackern brach mitten in seine Eröffnungsworte. Ich zuckte zusammen. Verdammt, das durfte nicht wahr sein. Ich kannte dieses Geräusch. Solch einen Lärm brachte nur Antje zustande. Antje, auch genannt das Samstagshuhn. So laut gackerte keine andere Henne. Blitzschnell wandte ich mich um und ließ den Blick durch den Raum schweifen. Irgendwo hier in dieser Kirche musste sich das Samstagshuhn befinden. Doch wie war das aufmüpfige Vieh hierher gekommen? Der Hof und damit auch der Hühnerstall, in dem Antje hauste, lagen locker zehn Kilometer entfernt. Irgendjemand musste das Huhn mitgebracht haben, es sei denn, Antje wäre per Anhalter gefahren. Aber dieser Gedanke kam selbst mir reichlich abwegig vor.

Wer jetzt denkt, das wäre es gewesen, der täuscht sich gewaltig. Ab jetzt wird es erst richtig turbulent. Lisa hat aber auch ein Talent dazu, mit beiden Händen ins Klo zu greifen. Ob da Sardinen drin schwimmen? Wer weiß, in diesem Buch ist alles möglich. Falls ihr euch also immer noch fragt: Was haben ein Huhn namens Antje, eine beinahe geplatzte Hochzeit, Flitterwochen in Venedig, ein Eichhörnchen und eine Fischfabrik gemeinsam? Dann empfehle ich:

Hochzeit mit Huhn – Der einzig wahre Chick(en)Lit-Roman, hier für Kindle!

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