Buchempfehlung: „Liebe und Völkermord“ von Daniel Imran

Wie überlebt man als einfacher und mittelloser Mensch eine schreckliche Zeit, ohne medizinische Versorgung, ohne garantierte Bürgerrechte, ohne Freiheit, ohne Glück und Hoffnung? Wie überlebt man in einem Krieg gegen den eigenen Staat? (Ein Gastbeitrag von Daniel Imran)

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Daniel Imran

Im Jahr 1915, in der heutigen Türkei, gelang dies einem kleinen christlichen Volk. Schon in meiner frühen Kindheit ermahnten mich meine Eltern und Großeltern, ich solle nie den Völkermord („Sejfo“ auf Aramäisch), den die Moslems an unseren Vorfahren begangen hätten, vergessen. Auch sollte ich meine Muttersprache, das Aramäische, pflegen, sie sei eine heilige Sprache, die Sprache, die unser Herr Jesus Christus gesprochen habe.

Als Jugendlicher entsetzte mich die Erkenntnis, wie wenig die deutsche Öffentlichkeit über den Völkermord wusste.

Jedoch stehen in meinem historischen Roman „Liebe und Völkermord“ die persönlichen Schicksale der einzelnen Figuren beider Parteien im Vordergrund.
Im Mittelpunkt steht der kleinwüchsige Matthias, der sich in der Wirrnis dieser Zeit ausgerechnet in die Muslimin Meridschan verliebt. Es ist die Hoffnung, aber auch die Sehnsucht, die ihn in die Arme der hübschen jungen Frau treibt.

Obwohl sein Volk, die Aramäer, streng nach den christlichen Gesetzen und Vorschriften lebt, wird der Kleinwüchsige aufgrund seiner Andersartigkeit von ihnen ausgegrenzt. Durch diesen Punkt wird ersichtlich, dass jene unterdrückten Christen also nicht viel besser in ihrem moralischen Handeln sind, als jene, die sie öffentlich anklagen.
In der Türkei zu jener Zeit herrschten Zustände wie in Europa des 17. Jahrhunderts, zu der Zeit des Dreißigjährigen Krieges …

Einführungsaktion: nur 0,99 e statt 3,99 €

Liebe und Völkermord

Historischer Roman von Daniel Imran

Enver Pascha hat die physische Vernichtung des Christen befohlen.

Der Völkermord an den Armeniern im ersten Weltkrieg hat traurige Berühmtheit erlangt – dass zeitgleich auch das alte christliche Volk der Aramäer in einen Vernichtungsfeldzug des damaligen Osmanischen Reiches geriet, ist weniger bekannt. Der Autor Daniel Imran (geb. 1984) hat selbst aramäische Wurzeln; er hat diesen historischen Roman farbig und emotional geschrieben. Ein detaillierter Blick in eine zerrissene Gesellschaft, in das Leiden eines zum Tode verurteilten Volkes und in das Leben des Aramäers Matthias, der sich in eine muslimische Kurdin verliebt … „Dieses Buch hat mir einmal mehr die Augen dafür geöffnet, das man auf unserer Welt immer noch etwas finden kann, was fremd und exotisch, spannend und interessant ist.“ (Leser) (5 Rezensionen / 4,4 Sterne) (605 Normseiten) – kurze Zeit nur 99 Cent!

Auch wenn das bei diesem Thema nicht einfach ist – zumal ich selbst zum Volk der Opfer gehöre – wollte ich dennoch objektiv bleiben. Es gibt „Gute“ und „Böse“ auf beiden Seiten. Niemand ist unfehlbar und niemand absolut grausam.

Nach langer, harter Arbeit wurde dieses opus magnum vollendet. Der Roman setzt den Märtyrern ein Denkmal und mahnt gegen das Vergessen. Er appelliert an die Vernunft, und macht Hoffnung, dass am Ende nicht der Hass sondern die Liebe obsiegt.

2 Responses to Buchempfehlung: „Liebe und Völkermord“ von Daniel Imran

  1. Michael Reinel 6. Februar 2014 at 13:38 #

    Hallo,

    ich suche das Buch als „Gebundene Ausgabe“s zum Kauf da ich weder ebooks auf nem KIndle und Taschenbücher mag und eben gern beim lesen von Bücher ein richtiges Buch in den Händen halte, kann mir da jemand weiterhelfen wo ich eines finde in Deutscher Sprache ? … Englisch wäre auch noch ok ..

    Grüße ein sehr interessierter Leser

    Michael Reinel

    • Daniel Imran 7. Februar 2014 at 10:22 #

      Hallo, Herr Reinel,

      das Taschenbuch wird bald wieder bei Amazon erhältlich sein.
      Wir bitten um Ihr Verständnis und bedanken uns dafür.

      Beste Grüße
      Daniel Imran

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