Der US-Buchmarkt erlebt die größte Veränderung seit Bestehen: Die eBook Verkäufe nehmen rasant zu, gleichzeitig verlieren die klassischen gedruckten Bücher stark an Boden. Die „Association of American Publishers“ (AAP) hat vor Weihnachten die neuesten Zahlen von achtzig US-Verlagen zum laufenden Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht: Gegenüber 2010 hat sich der Umsatzanteil der eBooks um 131 Prozent auf über 800 Millionen $ erhöht.
Der gesamte Buchumsatz der achtzig befragten Publikumsverlage sank von knapp 5 Milliarden Dollar (Januar bis Oktober 2010) um 4,5 % auf 4,7 Mrd. Dollar. Am meisten verloren gebundene Hardcover Bücher (minus 18 %) und Taschenbücher (minus 16,8 %). Der elektronische Sektor mit eBooks wuchs von 370 Millionen Dollar 2010 auf 807 Millionen Dollar 2011 an.
Insgesamt erwirtschafteten die US Publikumsverlage im Jahre 2010 knapp 14 Milliarden Dollar. Sollte der hier prognostizierte Rückgang sich auch im Weihnachtsgeschäft fortsetzen, kommt auf die US-Buchindustrie ein Fehlbetrag von über einer halben Milliarde Dollar zu.




