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Das eBook und die Buchpreisbindung

eBooks, die in Deutschland verlegt werden, fallen unter die Buchpreisbindung. Der Verleger muss einen Preis festsetzen, den kein Händler verändern darf. Nach Auskunft des Justiziars des Börsenvereines, Dr. Christian Sprang, darf der Verleger den Preis seines Buches jederzeit verändern, so lange er an allen Verkaufsstellen der gleiche ist: “Preis­bin­dung heißt also nur, dass je­des Buch min­des­tens 18 Mo­nate lang übe­r­all das­selbe kos­tet, nicht, dass es 18 Mo­nate lang den­sel­ben Preis hat.” (Aktualisierung: 13.1.2012)

Die Buchpreisbindung soll das Kulturgut Buch schützen – für den Leser bleibt damit laut Gesetzgeber eine breite Literaturpalette in einem weit gefächerten Buchhandel erhalten. Der Börsenverein des deutschen Buchhandels setzt das elektronische Buch einer gedruckten Ausgabe gleich, obwohl sich das digitale Biotop in wesentlichen Punkten von der stofflichen Welt unterscheidet – und eine Preisbindung durch das „Agenturmodell“ der großen eBook – Händler faktisch gegeben ist. Continue Reading →

Der zerstörerische Mythos der Buchverlage

Michael Krüger, der legendäre Verlagsschef von Hanser, nennt die klassische Verlagswelt in einem Artikel der Zeit „holzverarbeitende Industrie“ – und das, was nun kommen wird, sei der „Elektrohandel“. Das erste klingt nach gutem Handwerk, das zweite nach krudem Kapitalismus. Krüger selbst freut sich angesichts dieser Entwicklung auf sein Altenteil.

In gewisser Weise kann ich ihn verstehen. Der Verlagschef von Amazon, Russell Grandinetti, erklärte die Verlage kürzlich als völlig sinnlos: „Es braucht nur Autoren und Leser“ und dazwischen einen Marktplatz: Amazon. Zusätzlich will Amazon in Zukunft selbst „Verlagsdienstleistungen“ anbieten.

Doch was sind eigentlich die Aufgaben eines klassischen Buchverlages? Braucht man ihn wirklich? Der Chef des Verlages Kiepenheuer & Witsch, Helge Malchow, erklärte sich letzte Woche dazu in einem Interview, das er Spiegel Online gab. Malchow brachte vier Punkte, die aus seiner Sicht die Existenz von klassischen Verlagen begründen – und die aus meiner Sicht Mythen sind, die letztendlich das Verlagsgeschäft gefährden:

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ePublishing: Rettet die Post unser Verlagswesen?

Bisher hatte sich die Post AG nicht gerade als Retter der Verlage betätigt – mit dem TV Heft “Einkauf Aktuell” hatte der Logistikkonzern besonders den regionalen Tageszeitungen ordentlich zugesetzt und kräftig am Geschäft mit Werbebeilagen gesägt.

Jetzt also eine Wiedergutmachung: mit einem eigenen e-Publishing Angebot will die Post auch kleineren Verlagen die Portierung ihrer Produkte auf das iPad zu niedrigen Preisen ermöglichen. Dabei soll die Umsetzung hoch automatisiert und gleichzeitig doch mehr als nur eine PDF Umwandlung sein.

Wie meedia berichtet, soll als Pilotkunde das Magazin “Reviersport” aus Essen auf das Tablet gebracht werden. Reviersport erscheint zwei mal pro Woche mit 25.000 Stück Auflage und berichtet über die Amateurligen im Ruhrgebiet. Regional ist diese Auflage beachtlich – ob mit einer “Reviersport App” im deutschen Apple Store viele neue iPad Abonnenten gewonnen werden können, sei dahingestellt.

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iPad App Test: PENG! ZACK! Comic Life

Wer – wie ich – einen guten Teil seiner Zeit damit verbringt, aus teils sperrigen Themen möglichst verkaufsstarke und anregende Präsentationen zu bauen, verzweifelt – wie ich – immer öfter an der doch recht starren Welt von Powerpoint. Noch eine Folie, noch ein Chart, noch ein Pfeil und noch ein Bullet…

Hier habe ich die fröhliche App “Comic Life” entdeckt – ein Desktop Publishing Tool für die farbigen Seiten des Lebens. Immer öfter halten sich Apps an das von Apple iWorks vorgegebene Screendesign, so dass die erste Berührung mit der App leicht fällt.

Einige einfache, gruftige oder knallige Vorlagen werden mitgeliefert – auf ersten Blick fehlt dabei das horizontal ausgerichtete “Landscape”, das wiederum für eine Integration in eine Präsentation besser geeignet ist. Ein solches Design lässt sich aber über das “Document Setup” leicht erzeugen. Hinter dem Eselsohr verbergen sich die Buttons “Landscape”, “Portrait” und – wichtig für Präsentationen vom Gerät – das Format “iPad”.

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eMagazine stürzen ab: Ist das iPad aus Papier?

“Das iPad ist die Rettung der Zeitungen und Magazine” sprachen die Verleger und beeilten sich, ihre gedruckten Hefte auf das erfolgreiche Gerät von Apple zu bringen. Ein paar Monate später macht sich Katzenjammer breit: die Magazinverkäufe auf dem Tablet siechen dahin – trotz des anhaltend starken Nutzerwachstums.

Quelle: Businessinsider.com

Dabei schien alles so einfach: ein Knopfdruck im DTP-Programm, schon purzelt eine “iPad-Version” des Heftes heraus, die man im Handumdrehen an Millionen von iPad-Nutzern verkaufen kann. Statt 4 € am Kiosk jetzt 3,99 € im iPad – wie es gerade der “Spiegel” testet.

Doch dann kauft doch nur eine mikroskopische Minderheit. Liegt es am Preis? Oder an der verbesserungswürdigen Darstellung im iTunes-Shop? Nein.

Das iPad kann kein “Retter des Printproduktes” sein, weil es nicht aus Papier ist.

Die Tablet Nutzer erwarten sich: aktuelle journalistische Arbeit, keine Print-Kopien. Sinnvolle Darstellung komplexer Inhalte, keinen billigen elektronischen Firlefanz. Sie erwarten sich, ernst genommen und gehört zu werden.

Sie erwarten sich aktuelle, personalisierte und wertige Inhalte: denn sie halten eben kein Stück Papier in der Hand, sondern ein hochentwickeltes, vernetztes Gerät!