Umfragen & Studien

August 2011: die laufende iPad Studie im Axel Springer Media Impact Panel (700 Teilnehmer) ergibt, dass über die Hälfte (52 %) der iPad Besitzer mehr Zeitschriften und Zeitungen lesen, als in der Zeit, bevor sie das Gerät besaßen: nämlich auf dem Tablet. Es macht 62 Prozent der Befragten „mehr Spaß“ am Tablet zu lesen als auf Papier – und sie lesen Zeitschriften, die sie in Print wohl nie angefasst hätten. Nebenbei ist das iPad für die meisten Nutzer „ein unverzichtbarer Begleiter“ geworden und da sie Gutverdiener sind, geben sie auch gerne Geld am Tablet aus (durchschnittlich 100 € pro Jahr). Was Springer am meisten freuen wird: 43 % tippen „gerne“ auf Werbung und ganze 13 % haben dann gekauft… Werte, von den Print nur träumen kann. PDF: iPad Studie Media Impact

 

März 2011: Die KIM – Studie 2010 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest wirft Licht auf die Mediennutzung der 6 – 13 Jährigen. Die Buchverweigerer nehmen leider rapide zu: 2006 gaben noch 14 Prozent der Kinder an, in der Freizeit nicht zu lesen. 2010 sind das bereits zwanzig Prozent.

Sechzig Prozent der Zwölfjähringen treffen sich in Schüler VZ oder Facebook, das sind fast drei mal so viele wie vor zwei Jahren. Während 2008 nur ein Zehntel der Kinder persönliche Informationen in die Netzwerke stellten, macht das heute bereits jedes dritte. Über dreißig Prozent der Kinder blättern mehrmals in der Woche in Magazinen. Ganze zwei Prozent der befragten Kinder von sechs bis dreizehn lesen täglich in der Tageszeitung, neun Prozent schauen hin und wieder mal hinein. PDF Download: KIM – Studie 2010

 

Februar 2011: Laut einer Untersuchung von Bitkom wird sich der Tablet Computer in Deutschland etablieren: 2011 erwartet man sich einen Anteil von 10 Prozent am Gesamtcomputermarkt. Damit könnte das iPad (wo sind die Konkurrenten?) 2011 die Netbooks (8 %) überholen und das drittgrößte Segment nach Notebooks (54 %) und stationären PC’s (28 %) bilden. (Bitkom)

 

Februar 2011: Stefan Heijnk von der Fachhochschule Hannover arbeitet an einer Studie zu iPad News Apps. Untersucht wird neben den drei deutschen Verlagsprodukten „Frankfurter Rundschau“, „Hamburger Abendblatt“ und „Hannoversche Allgemeine“ die kostenlose „Tagesschau“ App der ARD. Vorab veröffentlicht er erste Ergebnisse: „Da kann man die Zeitung fast abschaffen!“ lautet der Titel, die ARD App bekommt dabei vor allem eine gute Note bei der Textqualität.

91 Prozent finden, dass Zeitungslesen auf dem iPad Spaß macht, 83 Prozent glauben, dass sich Tageszeitungen auf dem iPad nicht verkaufen werden, solange es eine Gratis Tagesschau App gibt – Wasser auf die Mühlen der Verleger!! Übrigens besitzen Null Prozent der befragten 19 bis 29 Jährigen ein iPad. Die Produkte werden von 40 Probanten im Eyetracking Verfahren getestet.

 

Januar 2011: Das Digitalbarometer der TNS Infratest untersucht den Tablet Markt in Deutschland: drei Prozent der Befragten besitzen einen Tablet (ich denke mal ein iPad) und leben in einem Haushalt mit zwei – bis dreitausend Euro Nettoeinkommen. Acht Prozent wollen sich sicher ein Tablet kaufen, 32 Prozent vielleicht. (Ich nehme drei Prozent von 40 Millionen Haushalten und komme auf 1,2 Millionen Tablet Computer in Deutschland… die echten Absatzzahlen für Deutschland kennt nur Apple.)

Apps will man am liebsten stets aktualisiert und nimmt dabei lieber Werbung in Kauf, als für die App zu bezahlen. 42 Prozent halten Zeitschriften Apps für eine „wichtige Ergänzung“ zum bisherigen Angebot. Gerne sieht man Bewegtbilder in den Angeboten und hört sich Musik an. Die Studie gibts in der Übersicht als PDF.

 

Januar 2011: Der „The 2011 Accenture Consumer Electronics Products and Services Usage Report“ befragte Menschen in acht Ländern zu elektronischen Geräten wie PC’s, Smartphones oder Tablets. Dabei zeigte sich wieder der Trend: drei Prozent der Befragten haben sich 2010 ein Tablet gekauft, acht Prozent wollen das 2011 erledigen. Dabei liegt die städtische Bevölkerung in China weit vor den europäischen Ländern: mit einer Kaufabsicht von 18 Prozent und einem bestehende Besitz von über 20 Prozent darf China als das „Tablet Land“ gelten. Übrigens geht dieser Trend klar zu Lasten des PC- und Laptop Marktes. Die Studie gibt es vollständig als PDF.

 

November 2010: Tomorrow Focus Media führt uns in seiner Martforschung „The Digital Day“ unsere tägliche Mediennutzung vor Augen. Dabei ist das tägliche Zeitbudget für Tageszeitungen (36 Minuten) und Zeitschriften (28 Minuten) vom Internet (159), dem Smartphone (70) und dem Tablet PC (man staune: 110 Minuten) überholt worden. An der Spitze unserer täglichen medialen Zeitdiebe stehen natürlich TV (231) und Radio (236 Minuten). Am Wochenende wird in deutschen Haushalten übrigens extrem gesurft: Internet steht da mit 276 Minuten täglicher Nutzung an erster Stelle… Leute, das sind viereinhalb Stunden!

Das bedeutet nichts anderes, als dass Online in der Nutzung mit TV sozusagen gleich gezogen hat – und Print ziemlich abgeschlagen ist. Die Studie gibt es hier als PDF.

 

November 2010: Goldmedia Custom Research untersuchte iPad Nachrichten Apps auf ihre Nutzungs Standards. Dabei zeigte sich (welch Überraschung!) dass viele bekannte Apps – ob etwa Bild, Spiegel, Welt Zeit oder Focus – mit der Nutzerführung experimentieren.

Goldmedia warnt: „Heterogene Apps erschweren die Nutzung!“ Da gibt es etwa die „Printmetapher“ blätterbarer PDF’s (iKiosk von Springer), die „Onlinemetapher“ einer Website (Focus), den „Hybridtyp“ mit horizontaler Blätterfunktion und vertikalem Scrolling (Handelsblatt) und integrierte Modelle, die Print, Online und diverse Multimediaelemente vereinen (Frankfurter Rundschau). Übrigens: in dieser Studie zeigt sich, das News App Nutzer auf dem iPad lieber horizontal lesen.

 

September 2010: Als erste „In Pad Forschung“ bezeichnet Tomorrow Focus Media seine Umfrage zu den Nutzungsgewohnheiten am iPad. 97,9 Prozent surfen mit dem Gerät im Internet. 89 Prozent der Befragten lesen Tageszeitungen und 61 Prozent Zeitschriften auf dem Apple Tablet. Fast alle nutzen das Pad täglich, vor allem Morgens und Abends ab zwanzig Uhr – also zuhause. Und 81 Prozent der Early Adopter besitzen bereits ein Produkt von Apple (ich wette: ein iPhone oder ein iPad). Die Studie gibts vollständig als PDF.

 

September 2010: Die Initiative Media GmbH befragte 515 Entscheidungsträger in 250 deutschen Unternehmen, ob sie sich vorstellen könnten, auf dem iPad zu werben – 73 % können sich das vorstellen.

 

September 2010: Eine Studie der Transaction Consulting untersucht, wie die Verlage den massiven Umsatzverlust im Printgeschäft mithilfe von „Paid Content“ wettmachen wollen. Bis 2015 müssen dreißig bis fünfzig Prozent der Umsätze aus dem digitalen Bereich kommen. Soweit alles klar. Aber wie? Die bestehenden Kunden müssen Zusatzangebote bekommen, neue Leser müssen gefunden werden – da hofft die Branche auf Facebook, wo sich ja die ganzen jungen Menschen aufhalten…

(aktualisiert am 9.9.2011, Johannes Zum Winkel)

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