eReader Test: der Tolino Shine

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Tolino Shine (Quelle: Weltbild)

„Wow, ist der schnell!“, staunt mein Freund Martin und blättert begeistert auf dem Tolino*) herum. Der Paperwhite liegt daneben und bemüht sich, cooler auszusehen. Gleich in den ersten Minuten ist klar: mit dem Tolino haben wir es mit einer flinken Hardware zu tun – und wer oft auf dem Reader liest, wird sich über eine schnelle Reaktion (etwa beim Umblättern) freuen. Doch ist dieser Reader genauso praktisch in der Handhabung wie der vielgerühmte „Paperwhite“? (Aktualisiert am 16.1.2014)

Die Überraschung: der mit einem Kampfpreis von 99,- € gegen den Platzhirsch „Kindle“ angetretene Tolino ist keineswegs billig gemacht. Das Gehäuse fasst sich sehr wertig an, das Gerät ist spürbar leichter als der Paperwhite. Tolino ist etwas retro angelegt, das Chassis ist in Sepia getönt und grifffreundlich abgerundet. Der Paperwhite wirkt dagegen in der gesamten Aufmachung silbergrau-„schicker“ und klarer, die Formen sind kantiger und der Bildschirm zeigt im Pausenmodus cool-künstlerische Grafiken an. Tolino „schläft“, wenn er ausgeschaltet ist, und dabei zeigt sich ein freundlich-einfaches Strich-Gesicht. Das man (siehe unten) aber auch leicht austauschen kann.

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Die Schrift „Caecilia“ auf dem Kindle

Legt man beide Geräte nebeneinander, setzt sich der erste Eindruck, Paperwhite sei etwas „cooler“, auch beim Bildschirm fort – die Darstellung auf dem Tolino wirkt leicht flauer als beim Paperwhite. Aber wirklich nur leicht, denn als wir eine Buchseite aufrufen und die Geräte tauschen, ist kaum mehr ein Unterschied festzustellen. Das hat aber auch viel mit der verwendeten Schrifttype zu tun. Ich lese auf dem Paperwhite am liebsten mit „Caecilia“, das ist die von Amazon für Kindle 4 entworfene Schrift, die auch den höchsten Kontrastwert liefert.

Eine solche optimierte eReader-Schrifttype finden Sie zur Zeit auf dem Tolino selbst nicht – ich habe im Web recherchiert und eine sehr gute Ersatzschrift gefunden: „Kreon“ von der Designerin Julie Petretta. Diese Schrift ist frei verfügbar und darf laut Anbieter in jeder Form verwendet werden. Auf den Bildern können Sie die Anmutung beider Schriftbilder vergleichen.
Einen dicken Pluspunkt kann Tolino beim Schriftlayout verbuchen: die Buchseite sieht schon allein deshalb wesentlich besser aus als beim Paperwhite, weil Tolino sich auf Silbentrennung versteht. Die sogar weitgehend korrekt funktioniert! Das können weder Kindle noch Kobo Glo. Allerdings pfuscht Tolino gerade bei sehr kurzen Worten gerne und trennt etwa „z-um“.

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Die Schrift „Kreon“ auf dem Tolino – man beachte die gute Silbentrennung!

Der Tolino ist, genauso wie der Paperwhite, hintergrundbeleuchtet und lässt sich per „Touch“ auf dem Bildschirm bedienen. Bei beiden Geräten sieht man relativ deutlich, wo die kleinen Lämpchen sitzen: versteckt am unteren Rand. Das ergibt sowohl beim Paperwhite als auch bei Tolino einen Wellen-Effekt, den wir von Papierbüchern kennen, die von unten her feucht geworden sind. Stört mich persönlich überhaupt nicht, das finde ich eher amüsant.
Auf ersten Blick scheint Paperwhite etwas weißer zu leuchten. Das lässt sich durch den Helligkeitsregler ausgleichen.

Auf dem Tolino läuft ein „Android“ System, die darauf gesetzte eReader-Software trägt die Nummer „1.3.0“. Beim Paperwhite zählt die Software die Nummer „5.3.4“. Das ist jetzt auf ersten Blick eine ziemlich sinnfreie Information, auf zweiten Blick hin sagt sie aber eine Menge aus. Amazon optimiert die Software für seine Kindle-Geräte bereits seit Jahren.
Tolino ist dagegen erst seit knapp einem Monat auf dem Markt. Keine Ausrede, aber ein Hinweis, dass hier noch einiges aufzuholen und nachzubessern ist. So ziemlich alles, was in den folgenden Punkten als Gemecker interpretiert werden kann, verstehe ich auch als hoffnungsvollen Hinweis auf künftige Software-Updates.

Grundsätzlich ist die Navigation auf dem Tolino sinnvoll; man findet sofort die eigenen Bücher und sieht auch stets Angebote von dem Shop, bei dem man den Reader gekauft hat. Seit Update 1.3 gibt es für Tolino auch Sammlungen. Diese lassen sich leicht anlegen und auch in durchdachter Form mit Büchern füllen.

Sehr gut ist beim Tolino im Lesemodus selbst der Schieberegler gelöst, mit dem man schnell eine Stelle im eBook erreichen kann. Besser als Paperwhite! Während des Lesens selbst zeigt Tolino eine „Seitenzahl“ an, die dem Leser in etwa vermittelt, wo er sich im Buch befindet. Diese „Seitenzahl“ wechselt nicht bei jedem Umblättern; offensichtlich wird die „Print“-Seitenzahl simuliert. Leider fehlt beim Tolino der Hinweis, wie weit es noch bis zum nächsten Kapitel ist, was speziell spät am Abend oder beim Vorlesen doch eine wichtige Information darstellt – ein Punkt für Kindle.

Seit dem Update 1.1.0 und 1.1.1 gibt es nun auch die Markierfunktion auf dem Tolino. Man kann Textstellen antippen, woraufhin sich etwas zufällig eine Markierung im näheren Umfeld des Fingers ergibt. Das könnte man dann mit zwei Haken per Fingerstrich justieren und beispielsweise einen ganzen Satz auswählen. Wenn der Touchscreen etwas genauer funktionieren würde. Bei einem selbstlosen Test (Schnellkorrektur eines Buches), bei dem ich etwas über dreißig Textstellen „anstreichen“ wollte, gelang mir keine einzige exakte Markierung. Vielleicht bin ich auch nur zu ungeduldig. Die Markierungen lassen sich dann im „Notizverzeichnis“ eines Buches ansehen. Ein Export der markierten Stellen per Mail ist nicht vorgesehen.

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Tolino Shine (Quelle: Weltbild)

Sehr angenehm finde ich, dass Tolino das verbreitete Format „epub“ versteht und bereitwillig Bücher annimmt, die man ihm per PC-Verbindung oder auch auf einer zugesteckten Speicherkarte anbietet. Bücher, die nicht kopiergeschützt angeboten werden, dürfen Sie für die Privatnutzung durchaus in „Ihr“ Format konvertieren. Die Händler, die hinter Tolino stehen (Hugendubel, Weltbild, Thalia, Bertelsmann Club) stehen für ein großes Angebot von guten eBooks; leider findet der interessierte Leser dort aber nicht das bunte Feld an selbstpublizierenden Autoren – und auch viele der kurzfristigen Gratis- und Schnäppchenangebote für Kindle sind für Tolino nicht erhältlich. Auch die Möglichkeit, eBooks zu leihen, gibt es für Tolino nicht.

Seit dem Software Update 1.3 gibt es für Tolino Wörterbücher und Übersetzungshilfen – Sie können sich zur Zeit Wörterbücher für Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch auf das Gerät laden; Übersetzungen aus und ins Deutsche gibt es für Englisch, Italienisch, Spanisch und Französisch. Im Text eines Buches markierte Begriffe werden schnell und übersichtlich in den jeweils gewünschten Sprachen angezeigt – oder im Wörterbuch dargestellt und erklärt. Leider gibt es keine Aussprachehilfe.

Noch nachzureichen ist eine Kindersicherung. Zurzeit hat jeder Nutzer auf alle Inhalte eines Tolino gleiche Zugriffsrechte, die Vergabe eines Passwortes oder etwa ein Ausblenden des Shops wie beim Kindle ist nicht möglich.

Der Webbrowser, der im Tolino installiert ist, läuft wesentlich zügiger als der „Experimental-Browser“ im Kindle. Auch komplexe Webseiten wie etwa Spiegel Online werden absolut lesbar dargestellt. Es können sogar Bücher von „Fremdshops“ geladen werden, die Tolino dann in seinen Speicher überträgt (allerdings bleibt Amazon mit seinem eigenständigen „mobi“ Format außen vor). Befindet man sich in Reichweite eines „Telekom Hotspots“, bekommt der Tolino Gratis-Webzugriff.
Sind eBooks kopiergeschützt, wird bei Kopien eine „Adobe ID“ verlangt. Bei den Testkäufen, die ich sowohl im Web als auch über das Gerät selbst durchführte, wurden mir außer den obligatorischen Zahlungsinformationen keine Hürden in den Weg gelegt – das funktioniert glatt und schnell.

Mein Fazit:

  • Tolino ist ein guter eReader, der dem Paperwhite durchaus Paroli bieten kann – und beim Lesen spürbar schneller reagiert.
  • Einige Funktionen der Software sind noch nicht komplett ausgereift beziehungsweise fehlen völlig, hier erwarte ich Updates.
  • Die Anzahl kaufbarer eBooks ist zur Zeit im deutschsprachigen Bereich ähnlich wie bei Amazon; es gibt wohl alle Verlagsbücher, aber bei den Indie-Autoren sieht es dünne aus.
  • Nach den nunmehr fünf Tagen, in denen ich täglich lese und diverse Funktionen ausprobiere, hat die anfangs voll aufgeladene Batterie des Tolino nun einen Stand von 67 %. Sieht gut aus!
  • Das Gerät ist sehr zugänglich und versteht sich auf das gute eBook-Format „epub“. Es können Bücher bei verschiedenen Shops eingekauft werden und Tolino kann auch geliehene eBooks aus der „Onleihe“ darstellen. Allerdings sollte ein Leser dazu mit Konvertierungsprogrammen wie etwa „Calibre“ umgehen können.

Drei Tipps:

1) Schrift: Sie können die optimierte Schrift „Kreon“ bei Fontsquirrel legal laden und nutzen. Schließen Sie den Tolino per USB an Ihrem Computer an, kopieren Sie den gewünschten Font als „.ttf“ in den Ordner „.tolino/fonts/“ und benennen Sie eine nicht benötigte Schriftart (etwa die aus meiner Sicht quasi unlesbare „Dosis“) um – zum Beispiel in „Dosis-alt“. Dann nennen Sie „Kreon.ttf“ in „Dosis.ttf“ um und können diese Schrift in der Folge in Ihrem eBook anwählen und darstellen.

2) Pausenbild: auf der ersten Ebene im Tolino-Verzeichnis befindet sich das „suspend.jpg“. Wenn Sie das nicht mehr sehen wollen: laden Sie ein beliebiges JPG-Bild im Pixelformat 758 x 1024 auf den Tolino, benennen Sie das alte Bild um und das neue in „suspend.jpg“. Je nachdem, was für ein Bild man sich aussucht, wirkt der ganze Tolino dann schon ganz anders!

3) Silbentrennung: Tolino trennt manchmal sehr eigenartig. „z-um“ oder „S-tein“. Das stört beim Lesen. Hier gibt es einen Hack (vielen Dank für den Tipp, Rainer Zenz), der einfach funktioniert, aber behutsam angewandt werden sollte. Es geht dabei um die Einstellungen in der Trenndatei, die der Tolino verwendet. Im Systemordner .tolino befindet sich der Ordner hyphenDicts, und darin die Datei „hyph_de.dic“. Dort sind alle Informationen zur Silbentrennung enthalten – zu tief kann und will ich da nicht einsteigen. Es geht eigentlich nur um die ersten beiden Werte, die dort eingetragen sind:
LEFTHYPHENMIN 1
RIGHTHYPHENMIN 1
Das bedeutet, Tolino darf ab dem ersten Buchstaben trennen … so entsteht das „z-um“. Öffnen Sie diese Datei mit dem kostenlosen „Notepad++“ (Downloadlink). Warum damit? Weil nur dieses Programm feinstoffliche Dateiunterschiede wie etwa „UTF 8 ohne BOM“ beherrscht. Wenn Sie eine Tolino-Datei mit dem einfachen Texteditor von Windows öffnen und dann wieder abspeichern, kann Tolino sie nicht mehr lesen – er würde dann gar nicht mehr trennen. Mit „Notepad ++“ funktioniert es allerdings gut.
Wenn Sie Dateien auf dem Tolino ändern, tun Sie das auf eigene Gefahr – gehen Sie auf jeden Fall sorgfältig vor! Kopieren Sie sicherheitshalber die Originaldatei (Rechtsklick-kopieren / Rechtsklick-einfügen). Ändern Sie nun die zwei Zahlen in der zweiten und dritten Zeile der Datei „hyph_de.dic“:
LEFTHYPHENMIN 1 ändern Sie in 2
RIGHTHYPHENMIN 1 ändern Sie in 3
mit dem Ziel, dass links erst ab dem zweiten Zeichen, rechts vor dem dritten getrennt werden darf: „zum“ bleibt also „zum“.
Speichern Sie dann mit „Notepad++“ ab und achten Sie darauf, dass rechts unten die Dateiform „ANSI as UTF8“ genannt wird.
Nun noch den Tolino vom Computer abstöpseln und den Schiebeschalter einige Sekunden nach rechts drücken – Neustart! Sie werden sehen, dass die Trennung nun wesentlich eleganter aussieht. (Falls Tolino gar nicht mehr trennt: überprüfen Sie die „hyph_de.dic“ Datei darauf, dass sie als „UTF 8 ohne BOM“ kodiert ist und als „ANSI as UTF8“ gespeichert wird)

Anmerkung: Ich habe mir für diesen Artikel das sehr gute und kompakte Buch „Tolino Shine – Das inoffizielle Handbuch“ von Matthias Matting (bei Weltbild) (bei Amazon) geholt – die Anleitung, die dem Tolino selbst beiliegt, ist doch sehr kurz geraten und als „PDF“ zwar gerade noch lesbar, aber nicht unbedingt praktisch zu handhaben.

Einen detaillierten Vergleich einiger aktueller eReader, insbesondere von Tolino und Paperwhite, finden Sie hier!

Den Tolino bekommen Sie für aktuell 99,- hier bei Weltbild!

*) das Gerät wurde mir von der Verlagsgruppe Weltbild zur Verfügung gestellt. Weltbild bat mich im Gegenzug schriftlich, „offen und ehrlich“ meine „persönliche Meinung“ kundzutun und räumte mir „selbstverständlich größtmögliche Freiheit“ in der Ausarbeitung dieses Artikels ein.

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10 Responses to eReader Test: der Tolino Shine

  1. Klaus 27. März 2013 at 20:15 #

    Silbentrennung kann der Tolino aber wahrscheinlich von Hause aus ebensowenig wie der Kindle? – Das ist die Sache, die ich (neben kleineren, aber ebenfalls ärgerlichen) typographischen Unzulänglichkeiten) wirklich absolut unverständlich finde. Wie kann man heutzutage Reader auf den Markt bringen, die im Blocksatz keine Silbentrennung beherrschen. Das Ergebnis ist in Form eines völlig zerrissenen Satzes einfach nur schrecklich!

    • Johannes 27. März 2013 at 20:33 #

      Hallo Klaus, doch, Tolino beherrscht Silbentrennung, und bis auf wenige Ausrutscher auch durchaus dudenkonform. Im Direktvergleich (siehe Screenshot oben) macht das schon einen professionell-ruhigeren Eindruck.

  2. Klaus 27. März 2013 at 20:45 #

    Hallo Johannes, stimmt, den Sreenshot hatte ich mir zu flüchtig angesehen ;-) Das ist doch immerhin ein starkes Argument pro Tolino.
    Mir fällt allerdings auf, dass in den wenigen mir bekannten Reader-Tests gerade von diesem Feature nur sehr selten die Rede ist. Für mich wäre das heute ein k.o.-Kriterium, wollte ich mir einen neuen Reader kaufen (ich habe einen Kindle Touch und hatte beim Kauf unterstellt, dass selbstverständlich jeder Reader diese grundlegende Funktion beherrscht – leider falsch gedacht …) Ist das Lese-Publikum heute so abgestumpft, dass keiner mehr Wert auf solche Basics legt? Gute Typographie hat doch auch eine Funktion und ist damit mehr als eine vernachlässigbare Geschmacksfrage!
    Von der miesen typographischen Umsetzung, die 99 Prozent aller selbstverlegten E-Books aufweisen, will ich jetzt gar nicht anfangen …
    Grüße Klaus

    • Johannes 30. März 2013 at 10:51 #

      Hallo Klaus, nach vielen (sehr vielen …) eBooks, die ich mir so in den letzten Monaten angesehen habe, muss ich sagen: ob ein eBook von einem Verlag oder von einem „Indie“ kommt, kann man aus der Typografie nur sehr schwer schließen, da gute Typografie bei beiden nur sehr selten vorkommt.
      Das liegt mE einfach daran, dass bei Papierbüchern noch ein „Setzer“ zwischengeschaltet ist, der Typografie gelernt hat. Bei eBooks fehlt diese Instanz – und zwar bei professionellen Verlagen genau so wie bei Einzelkämpfern.
      Beipflichten kann ich zu 100 %, dass Silbentrennung zum Schriftbild gehört. Wenn sie dann auch noch sicher funktioniert, ist viel gewonnen!

      • Klaus 2. April 2013 at 18:10 #

        Hallo Johannes,
        vom Topolino-Thema führt das jetzt sehr weit weg, weshalb ich einen Austausch über Typographie hier gar nicht so sehr vertiefen möchte. Ein paar Anmerkungen aber vielleicht doch: Die e-books, die ich bisher von etablierten Verlagen gesehen habe, die auch noch „richtige“ Bücher verlegen, waren typographisch nie richtig schlecht (es waren aber auch nicht sehr viele Bücher aus vielen unterschiedlichen Verlagen). Ok, manche gehen inzwischen zum Flattersatz über; das ist auch richtig schlecht.
        Dagegen weisen aber 99 Prozent aller Selbstverleger richtig gravierende und grundlegende Mängel auf.
        Man müsste sich darüber unterhalten, was man typographisch überhaupt für gut und richtig hält – vielleicht liegen wir da auch auseinander.
        Und dann ist es natürlich so, dass durch die html-Architektur der e-books – verstärkt durch die manchmal unnötigen Beschränkungen der Reader, bestimmte Tags in bestimmter Weise zu interpretieren und darzustellen – manches typographisch wünschenswerte einfach auf der Strecke bleibt.
        Ich merke gerade – das ist doch ein umfassenderes Thema. Wenn Interesse da ist, mehr vielleicht besser per E-Mail …
        Viele Grüße
        Klaus

    • Harry 10. April 2013 at 18:50 #

      Könnte nicht ein Grund dafür sein, dass alles billig sein muss? Mit meinem iPad hab ich viele der genannten Probleme gar nicht.
      #Klaus. Zur miesen typographischen Umsetzung: Mit Typographie muss man sich schon richtig befassen, das gehört bei einem Autor nicht automatisch zum Handwerk. Bei Journalisten auch nicht. Das wäre eben der Job des Verlages.

      • Johannes 11. April 2013 at 16:20 #

        Hallo Harry, so teuer ist eine korrekte Trenndatei sicher nicht. Es gibt dazu bereits Vorschläge von Nutzern wie etwa auf dem e-Reader-Forum.de (dort nach „Tolino Trennung“ suchen). Gute Typografie wird auf den Readern allgemein noch etwas dauern, weil das ja automatisch per Software erstellt wird – da kann auch kein Verlag etwas dran ändern. Der Tolino hat da übrigens einen bemerkenswerten Schritt getan: er kann Ligaturen! Es wird zB in dem Wort „zurechtfinden“ das „fi“ korrekt als ein Zeichen zusammengefasst. Allerdings nur bei der Schrift „Verlagsstandard“, die in vielen Schnitten auf dem Gerät vorliegt.

  3. Mädchenpapa 23. November 2013 at 16:24 #

    Vielen lieben Dank für den sehr ausführlichen Testbericht. Sehr gut und sehr einleuchtend geschrieben.
    Wir haben vor einigen Monaten den Reader selbst in einem Buchgeschäft in Händen gehabt und würden ihn, sollte unser eigener Kobo mal kaputt gehen, sofort den Tolino kaufen. Er lag uns toll in der Hand und ich kann obigen Bericht (sofern man das in einem Kurztest im Laden sagen kann) nur unterschreiben.

    Darf ich bei dieser Gelegenheit vielleicht auch auf unsere eigenen Erfahrungen mit Ebooks und dem ersten Ebook-Reader hinweisen? – Unser Bericht wäre: http://www.bodehase.de/archiv/ebooks-fuer-anfaenger-unsere-erfahrungen-teil-1-435.html

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