Archive | App Test

iPad App Test: Writers App – Struktur für Indie Autoren

Hinter dem vollmundigen Namen „Writers App“ steht kein Schreibprogramm, sondern ein klug aufgebauter Notizblock, der es erlaubt, Ideen für Kurzgeschichten und Romane schnell und strukturiert festzuhalten. Nicht mehr, und nicht weniger. 79 Cent dafür sind für jeden Autor gut angelegtes Geld.

Zurzeit werden die Buchhandelsplattformen von eBooks überschwemmt, die von freien Schriftstellern ohne Verlagsanbindung verfasst wurden. Drei wesentliche Merkmale unterscheiden Indie Bücher, von denen, die über Verlage erscheinen: Struktur, Stil und Rechtschreibung.

Verlage beschäftigen Lektoren, die nichts anderes tun, als Struktur, Stil und Rechtschreibung von Texten zu prüfen und zu korrigieren. Das ist teuer; schließlich müssen hunderte Seiten detailliert bearbeitet werden. Solange eBook Verkäufer im deutschen Amazon Forum bei Verkaufsmengen von mehr als 100 Stück in Jubel ausbrechen, ist eine Lektorierung in der Kalkulation nicht drin. Wie kann der Indie Autor also hier bestehen?

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iPad Kinder App Test: Die drei kleinen Schweinchen

Dieser Test machte wirklich Spaß: Testerin Emma (6) ließ die bunten Zeichentrickfiguren der neuesten Kinder App des Carlsen Verlags kräftig über den Bildschirm des iPads hopsen und schüttelte das Gerät, dass den drei kleinen Schweinchen Hören und Sehen verging.

Der Carlsen Verlag spielt bei Lese- und Spiel Apps für Kinder eine klare Vorreiterrolle. Ob Pixi Buch, Conni Memo oder Conni Buchstaben, die Verlängerung der Wertschöpfungskette in den Tablet und Smartphone Bereich ist richtungsweisend. Ganz von ungefähr kommt das nicht: der deutsche Carlsen Verlag gehört zum schwedischen Medienkonzern Bonnier, der im Bereich des digitalen Publishings weltweit in der Top Liga mitspielt.

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iPad App Test: PENG! ZACK! Comic Life

Wer – wie ich – einen guten Teil seiner Zeit damit verbringt, aus teils sperrigen Themen möglichst verkaufsstarke und anregende Präsentationen zu bauen, verzweifelt – wie ich – immer öfter an der doch recht starren Welt von Powerpoint. Noch eine Folie, noch ein Chart, noch ein Pfeil und noch ein Bullet…

Hier habe ich die fröhliche App „Comic Life“ entdeckt – ein Desktop Publishing Tool für die farbigen Seiten des Lebens. Immer öfter halten sich Apps an das von Apple iWorks vorgegebene Screendesign, so dass die erste Berührung mit der App leicht fällt.

Einige einfache, gruftige oder knallige Vorlagen werden mitgeliefert – auf ersten Blick fehlt dabei das horizontal ausgerichtete „Landscape“, das wiederum für eine Integration in eine Präsentation besser geeignet ist. Ein solches Design lässt sich aber über das „Document Setup“ leicht erzeugen. Hinter dem Eselsohr verbergen sich die Buttons „Landscape“, „Portrait“ und – wichtig für Präsentationen vom Gerät – das Format „iPad“.

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iPad App Test: Bild HD Version 2.0

Auf der fast schon verzweifelten Suche nach einer aktuellen Tageszeitung auf dem iPad bin ich wieder bei Bild HD gelandet. Muss ich den letzten Satz präzisieren? Ja. Ich wünsche mir eine hochwertige, aktuelle und der iPad – Umgebung angepasste Tageszeitung (kein Magazin!).

Bis jetzt bin ich nicht fündig geworden. Denn die Anforderung „hochwertig, aktuell und iPad-angepasst“ ist in der Summe wohl zu viel verlangt.

Hochwertig heißt für mich, dass eine anspruchsvolle Redaktion hinter dem Produkt steht. Aktuell, dass ich von dieser Redaktion erfahre, was jetzt wichtig ist – nicht den Stand vom Redaktionsschluss gestern. iPad – angepasst heißt für mich, dass die Darstellung auf dem Gerät technisch exzellent umgesetzt ist.

Beispiel „Welt HD“: Wenn eine Tageszeitungsredaktion Inhalte für Print zurückhält, und nur einen Teil davon für die App freigibt (etwa im Kulturbereich), sehe ich nicht ein, warum ich dafür bezahlen muss. Wenn die iPad Edition der „Welt HD“ mich tagsüber mit dpa Meldungen abspeist, werde ich dafür nicht zahlen. Wenn die App dann noch am Display unscharf wirkt, habe ich keine Lust, sie zu lesen. Also Bild HD in der Version 2.0 …

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iPad App Bookidu – das eBook mit Ambient

Ein kleines Stück Magie entsteht, wenn man eine mit sinnigen Ambient Sounds unterlegte Bookidu Geschichte vorliest – so kann man Kinder fesseln, in den Schlaf sprechen und dabei eine konkrete Eigenleistung erbringen. Denn eines kann die Vorlese App Bookidu nicht: vorlesen.

Bookidu, von den beiden Hannoveranern Thorsten Bode und Henning Zander entwickelt, präsentiert Vorlesegeschichten auf dem iPad und konzentriert sich dabei glücklicherweise nur auf Begleitgeräusche. Da plätschert der Brunnen, im Wald zwitschern Vögel und der Frosch quakt. Dabei wird keine „Peter und der Wolf“ Qualität erreicht, aber das Feeling passt.

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iPad Kinder App „Erstes Schreiben, erstes Lesen“ im Test

Testerin Emma (5)  ist Vorschulkind und hat die App „Erstes Schreiben, erstes Lesen“ der Berliner Werbeagentur urbn; pockets (kein Schreibfehler…) sofort ins Herz geschlossen. Die App ist kinderfreundlich gestaltet, macht Kindern Spaß und vermittelt Schreibübungen spielerisch. Die Worte werden sehr deutlich von Kindern gesprochen.

Die App benutzt als Symbole Tiere des Kunststoff Figurenherstellers Schleich – dieser wiederum hat mit dem Produkt selbst nichts zu tun und besorgte Eltern müssen keine versteckte Werbung fürchten. Doch was sagt Emma dazu?

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iPad App Test: Pixi App „Prinzessin Annabell“

Das erste erschien 1954 und hieß „Miezekatzen“. Inzwischen sind mehr als 1.600 Pixi Bücher im klassischen Format 10 x 10 cm erschienen – darunter die beliebte „Conny“ – Reihe.

Der Carlsen Verlag feierte seit dem Erscheinen der ersten Pixi iPad Edition einen Überaschungscoup: „Wir sind völlig überwältigt vom schnellen Erfolg unserer Pixi Apps“ sagte Frank Kühne (Programmleiter des Markenbereichs bei Carlsen). Die Pixi Apps stehen heute, knapp zwei Monate nach dem Erscheinen, immer noch unter den Top 50 der Buch Apps und lagen zeitweilig auf den ersten Positionen der Top Apps im iTunes Store.

Testerin Emma (5), die etwa fünfzig „echte“ Pixi Bücher besitzt und als Fan gelten darf, war besonders begeistert von den versteckten Animationen und dem schön umgesetzten Puzzle bei „Prinzessin Annabell“. Eine automatische Vorlesefunktion ist zuschaltbar, doch verlangte Emma trotzdem nach ihrem Papa. Das sollte Technologiekritiker und Kulturuntergangspropheten vorerst beruhigen. Continue Reading →

iPad Magazin App „Chip“ im Test

Computerzeitschriften haben es heute schwer. In den Neunzigerjahren surften sie den Computer und Internet Tsunami und feierten einen Auflagentriumph nach dem anderen. Die PC Welt verlor in den letzten fünf Jahren am Kiosk 57 Prozent ihrer Auflage, die PC Praxis büßte sogar 72 Prozent ein. Besser schlug sich noch die C’t mit 45 Prozent Verlust im Einzelverkauf bei stabilem Abonnementgeschäft.

Auch Chip wurde in den letzten fünf Jahren kräftig gebeutelt: am Kiosk fast halbiert (minus 43 Prozent), bei den Abos minus 19 Prozent. Durch „sonstige Verkäufe“ konnte man die Gesamtverkäufe mit minus 18 Prozent bei 330 Tausend Heften fast stabilisieren und in der Reichweitenumfrage der MA sogar auf 1,65 Millionen Leser wachsen.

Am 4. Februar 2011 erschien die erste iPad Ausgabe der Chip; innerhalb der kostenlosen App kann eine Schnupperausgabe und die komplette Märzausgabe zum Preis von 1,59 € geladen werden. Der März Content ist 500 MB schwer. Lohnt sich der Kauf?

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