Buchempfehlung: „Wunschleben“, ein Transgenderroman von Vera Nentwich

Vera Nentwich beschreibt aus der eigenen Erfahrung als Frau mit „männlichem Migrationshintergrund“, welche Hürden es zu meistern gibt, bis man als Transgender in seinem Wunschleben ankommt.

Vera Nentwich

Vera Nentwich

Das Geschlecht ist das Erste, mit dem wir uns identifizieren. Wir kriegen gesagt „Du bist ein Junge“ oder „Du bist ein Mädchen“ und nehmen es für immer an. Doch dies ist nicht immer richtig. Anja Köhler, die Hauptfigur in „Wunschleben“, hat früh gespürt, dass diese Zuordnung nicht passt. Sie war nicht der Junge, der sie sein sollte. Es hat eine Zeit gedauert, bis sie die Kraft hatte, ihren Weg zu gehen. Den Weg zu ihrem Wunschleben. Sie scheint alles erreicht zu haben, was sie immer wollte. Sie lebt als Frau. Sie kleidet sich als Frau und sie wird als Frau angesprochen. Doch da ist diese Angst in ihr, jemand könnte daran rütteln. Ihre Identität in Frage stellen. Diese Angst lässt sie nur sehr vorsichtig am Leben teilhaben. Doch dann trifft sie auf ihre Nachbarin Bettina und ihr Wunschleben gerät ins Wanken.

Die Autorin setzt bewusst an einem Zeitpunkt in Anjas Leben an, an dem man gemeinhin denkt, alle wesentlichen Hürden, wie Coming-Out und geschlechtsangleichende Operation, seien genommen. Doch tatsächlich zeigt die Selbstmordrate bei Transgendern, das erst danach die eigentlichen Probleme auftreten. Denn das reale Leben gleicht selten dem vorher erträumten Wunschleben.

„Wunschleben“ ist keine Leidensgeschichte, wie sie bei diesem Thema üblich ist. Das Buch zeigt viel mehr auf, was dazu gehört, um mit sich zufrieden zu sein, und regt somit jede Leserin und jeden Leser an, das eigene Wunschleben zu reflektieren. Wenn Sie noch nie darüber nachgedacht haben, was Frau-sein ausmacht: Nach diesem Buch werden Sie es tun.

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Wunschleben

Transgenderroman von Vera Nentwich

Was macht mich aus?

Anja wurde als Junge geboren, doch sie fühlte sich im Körper eines Mannes stets fremd. Schließlich fasste sie als Erwachsene den Entschluss, sich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen, um endlich das zu sein, als was sie sich fühlte: ein Frau. Doch auch jetzt sieht Anja einen Mann, wenn sie sich im Spiegel betrachtet, sie kommt mit der neuen Rolle kaum zurecht. Wie sehen sie die anderen Menschen? Da lernt sie ihre Nachbarin Bettina kennen, freundet sich mit der unternehmungslustigen Frau an – und entdeckt ihre wahre Weiblichkeit. Denn jetzt lernt Anja die ganz normalen, die Freundinnen tun, wie shoppen oder Männer anflirten. Ein neues Leben tut sich auf! „… ein tolles Buch, dass zum Einen unterhält, aber zum Anderen zum Nachdenken anregt …“ (Leserin) (11 Rezensionen / 4,9 Sterne) (250 Seiten) – noch günstig für Kindle oder für Tolino?

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