Dieser Roman hat mich am längsten von all meinen Projekten begleitet. 2020 habe ich für die Arbeit an diesem Stoff das Arbeitsstipendium der Hessischen Kulturstiftung erhalten. Das war für mich ein großes Geschenk, aber auch eine Verpflichtung im besten Sinn: mich diesem Roman wirklich auszusetzen! (Ein Gastbeitrag von Heike Fröhling)

Heike Fröhling
Zweimal bin ich für diesen Roman nach Schweden gereist, um zu recherchieren, um zu verstehen, wie die Umgebung Menschen formt.
Genauso wichtig war für mich die Recherche in Richtung Frankreich und Fremdenlegion und vor allem die inneren Beweggründe dahinter. Was muss in einem Menschen vorgehen, damit er glaubt, seine Vergangenheit nur loswerden zu können, indem er sein Leben riskiert und einen neuen Namen annimmt? Was kostet es, sich neu zu erfinden? Und kann aus der neuen Identität so etwas wie Heimat entstehen?
1949 verlässt Ante seine Familie im Norden Schwedens, um allem zu entkommen, was ihn festhält: Herkunft, Erwartungen und ein Leben, das andere längst für ihn vorbestimmt haben. Unter falschem Namen beginnt er in Europa ein neues Leben.
Doch während er sich eine neue Identität aufbaut, bleibt seine Schwester Máret zurück. Ihr Weg führt sie immer tiefer in die Einsamkeit: Nach Verlusten, Schuldzuweisungen und Gewalt zieht sie sich in eine abgelegene Hütte zurück und kämpft allein ums Überleben. In einer Welt, in der Tradition, Glaube und Gemeinschaft eng miteinander verwoben sind, muss sie ihren eigenen Platz neu bestimmen.
Jahre später kreuzen sich die Wege der Geschwister erneut.
Was geschieht, wenn jemand zurückkehrt, der alles hinter sich lassen wollte? Und was bleibt von einem Menschen, wenn er sich selbst neu erfindet?
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Wo das Eis singt
Historischer Schicksalsroman von Heike Fröhling

1949. Ante ist siebzehn und weiß: Wenn er im Norden Schwedens bleibt, wird sein Leben nie ihm gehören …
Ante gehört zum indigenen Volk der Samen, und das bedeutet im Schweden der Nachkriegsjahre, dass er auf keine Schule gehen darf und keine Zukunft hat. In einer Winternacht verlässt er seine Heimat, gelangt bis nach Frankreich und tauscht in der Fremdenlegion eine neue Freiheit gegen seine Herkunft ein. Seine Schwester Máret, von der eigenen Familie verstoßen, lebt als Einsiedlerin im Norden, bis ein Missionar ihr Leben auf den Kopf stellt. Ein Roman über ein Volk, dem die Welt den Rücken kehrte! Die Autorin Heike Fröhling schreibt für Verlage (Aufbau, Ullstein, Amazon Publishing, Knaur etc.) und im Selfpublishing. „Das gut recherchierte und besondere Buch bleibt bis zum Ende hoch emotional und spannend …“ (Leserin) (288 Seiten) – hier günstig kaufen oder gratis leihen!
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