Über die Entstehung eines Thrillers: „Das Jesuskomplott“ von Béla Bolten

Was wäre wenn … ? Wahrscheinlich entstehen viele gute Geschichten, weil sich jemand diese Frage gestellt hat. Bei meinem Roman „Das Jesuskomplott“ lautete sie konkret: „Was wäre, wenn man die sterblichen Überreste von Jesus Christus finden würde?“ Würde es das Ende des Christentums bedeuten, wenn die leibliche Auferstehung des Herrn nicht stattgefunden haben kann? (Ein Gastbeitrag von Béla Bolten)

Welche Reaktionen könnte man erwarten? Wie würde die Amtskirche damit umgehen? Als ich begann, mir diese Fragen zu stellen, entwickelte sich die Erzählung zunächst einmal nach klassischem Muster. Selbstverständlich unternähme in diesem Fall der Vatikan alles in seiner Macht stehende – und das ist nicht wenig -, um sich in den Besitz der Knochen zu bringen. So entstand der hinlänglich bekannte Plot eines Vatikanthrillers.

Bald aber merkte ich, dass es bei dieser Geschichte noch eine andere, viel interessantere Ebene gibt. Gehen wir noch einmal zum Ausgangspunkt zurück. Angenommen ein Team von Archäologen entdeckt in Jerusalem ein Grab aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. Die Namen der dort Bestatteten elektrisieren sofort: Maria, Joseph, Jesus …

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Das Jesuskomplott

Jesus-Thriller vom Béla Bolten

Archäologen entdecken in Jerusalem ein Familiengrab aus dem ersten Jahrhundert. Die Namen der dort Bestatteten elektrisieren: Maria, Josef, Jesus. Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung des deutschen Professors Wolfram Engel macht sich an die Untersuchung der Fundstücke. Kann die biblische Geschichte nun endlich bewiesen oder widerlegt werden?

Béla Bolten hat mit einigen zeithistorischen Krimis gut bewertete Treffer gelandet; der Der Aufbewarier etwa erhielt 4,9 Sterne von 34 Lesern. Im „Jesuskomplott“ geht es „um fromme Legenden“, um Reliquien und Wissenschaft. Planen obskure Kräfte aus dem Vatikan eine Verschwörung? Oder wird der Wissenschaftler mit dem bezeichnenden Namen Engel von noch viel gefährlicheren Feinden gejagt? Toller Thriller, lassen Sie sich den nicht entgehen! „Kirchengeschichte und Archäologie verpackt in einem mitreißenden Thriller!“ (Leser) (25 Rezensionen / 4,2 Sterne) (ca. 360 Normseiten) – nur kurze Zeit 0,99 statt 3,99 €

Und nehmen wir weiter an, die Wissenschaftler können beweisen, dass es sich um die Überreste einer Familie handelt – die spannende Frage, ob Joseph nun der Vater von Jesus war oder nicht, lassen wir hier einmal offen, im Roman gibt es selbstverständlich eine Antwort. Die Forscher finden zudem zahlreiche Indizien, dass es sich bei diesem Jesus tatsächlich um Christus handelt, dessen Skelett, vor allem dessen Schädel extrem gut erhalten ist. Wir schauen also quasi in das Antlitz des Herrn. Stellen Sie sich eine solche Meldung in der Tagesschau vor. Es wäre eine Sensation, oder?

Die Öffentlichkeit gierte nach weiteren Informationen und der Fund hätte bald den Status einer Reliquie. Oder besser gesagt: Bei genauer Betrachtung ist das Skelett die kostbarste Reliquie der Menschheitsgeschichte, gegen die alle anderen Relikte christlicher Überlieferung wie Kreuzpartikel, Nägel, Knochensplitter oder das Turiner Grabtuch völlig unbedeutend sind. Sind sie nicht auch der Meinung, dass sich die Geschichte dieses Grabfundes ganz anders entwickelt, als zunächst gedacht? Nun gut, der Vatikan ist sicherlich immer noch aufgeschreckt. Aber die Menschen? Ist für sie die Auferstehung nicht ohnehin nur noch eine fromme Legende, deren Untergang sie nicht abhält, zu dieser Reliquie zu pilgern? Und würden bestimmte Mechanismen heute nicht genauso funktionieren, wie vor Jahrhunderten, als Reliquien Macht verliehen und Reichtum schenkten.

So entfernte sich „Das Jesuskomplott“ während des Schreibens mehr und mehr von der Ausgangsfrage. Es entstand ein Thriller um Glauben und Wissenschaft, um fromme Legenden und unheilige Geschäftspraktiken, bei dem am Ende nichts so ist, wie es am Anfang scheint.

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2 Responses to Über die Entstehung eines Thrillers: „Das Jesuskomplott“ von Béla Bolten

  1. Poulbot 15. Dezember 2013 at 22:06 #

    …. ich lese es gerade …. also schon mal Danke für das Gewinnspiel, aber jetzt muss ich zurück zu meiner Lektüre ….

    PS Fröhliche Weichnachten! (na ja, soviel Zeit muss sein :-))) )

  2. Ute 21. Dezember 2013 at 20:25 #

    Habe auch eins der Bücher gewonnen.
    Möchte mich auch hier mal für eure Arbeit die ihr euch macht,die Gewinnspiele,ach einfach dafür das ihr da seid bedanken!
    Frohes Fest,einen guten Rutsch und
    viele Grüße aus dem Saarland
    Ute

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