Buchempfehlung: „Vergiss nicht, dass wir uns lieben“, ein Liebesroman von Barbara Leciejewski

Erinnerung sind das, was Menschen mit ihrem eigenen Leben und mit der eigenen Person verbinden. Wem die Erinnerungen abhanden kommen, der verliert sein Leben und letztlich sich selbst. Wer, wie ich, Jahre damit verbracht hat, einem nahen Angehörigen mit zunehmender Demenz  dabei zuzusehen, wie er langsam verschwindet, weiß das. Und doch bleibt bis ganz zum Schluss noch etwas übrig von dem, was diesen Menschen ausgemacht hat. Eine Ahnung davon, wer er war. Diese Erfahrung ist es wohl, die mich immer wieder um dieses Thema kreisen lässt: Erinnerungen. (Ein Gastbeitrag von Barbara Leciejewski)

Barbara Leciejewski

Barbara Leciejewski

Auch in meinem Roman geht es um Gedächtnisverlust. Aber nicht um einen allmählichen, sondern einen plötzlichen und umfassenden Verlust jeglicher Erinnerungen an das eigene Leben.
Ein Mann und eine Frau erwachen an verschiedenen Stellen desselben Waldes, ohne Gedächtnis, ohne Identität, ohne Vergangenheit. Und natürlich wissen sie auch nicht, wie sie in diesen Wald geraten sind. Verzweiflung und Panik erfasst sie und nur der Lebenswille und der Wusch zu erfahren, wer man ist und was mit einem passiert ist, treibt sie voran. Wie sie dabei vorgehen, unbewusst, lässt den Leser erste Rückschlüsse auf ihre Persönlichkeit ziehen. Eine Ahnung davon …
Die beiden begegnen sich im einzigen Haus dieser einsamen, verlassenen und doch paradiesisch schönen Gegend am Meer. Sie finden zueinander, so allmählich wie sie zu dem Haus gefunden haben. Nicht nur das gemeinsame seltsame Schicksal scheint sie zu verbinden.

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Vergiss nicht, dass wir uns lieben

Liebesroman von Barbara Leciejewski

Ein Mann und eine Frau erwachen zur gleichen Zeit an verschiedenen Stellen eines Waldes – ohne die geringste Erinnerung an ihre Vergangenheit oder Identität …

Zwei Menschen, die sich nicht einmal an ihre eigenen Namen erinnern, treffen aufeinander: und es entsteht die reinste Form der Liebe – wie Adam und Eva entdecken sich Paula und Johannes sich völlig neu. Doch dieser paradiesische Zustand wird jäh gestört, als die Rettung kommt und die beiden zurück in unsere Zivilisation bringt, alle Fragen geklärt werden – und die Vergangenheit wieder sichtbar wird. Kann die Liebe überdauern? Sind Johannes und Paula noch die gleichen Personen wie auf ihrer Insel? „Ein herzzerreißendes, unglaublich toll geschriebenes Buch …“ (Leserin) (19 Rezensionen / 4,5 Sterne) (212 Seiten) – hier günstig kaufen oder gratis leihen!

Die Frage, was passiert ist und was diese beiden Menschen verbindet, bildet den roten Faden dieser Geschichte. Das Herz des Romans jedoch ist die Liebe zwischen Paula und Johannes. So nennen sie sich, um wenigstens wieder Namen zu haben. Eine Liebe, die sich anfangs noch unter dem Eindruck der verzweifelten Situation zögerlich entwickelt und sich ihrer selbst nicht recht bewusst ist, die jedoch bald schon so tief und bedingungslos wird, dass alles andere in den Hintergrund tritt. Wer man war, spielt keine Rolle mehr, nur noch wer man ist.

Wie Paula und Johannes zunächst schwankt auch der Leser zwischen dem Wunsch, diesen paradiesischen Zustand bewahren zu wollen und dem Wunsch, Klarheit darüber zu erhalten, was den beiden die Erinnerung geraubt hat und wer sie wirklich sind. Letzterer wird schließlich erfüllt. Das Rätsel wird gelöst. Doch mit des Rätsels Lösung tun sich neue Fragen auf, grundsätzlichere, die schwieriger zu beantworten sind:  nach dem Wert von Erinnerungen, nach dem, was im Unbewussten vor dem Entschwinden bewahrt wird, vor allem aber danach, wie stark die Macht der Liebe wirklich ist und was sie vermag.

„Vergiss nicht, dass wir uns lieben“ ist ein Roman, dessen Titel Programm ist und der zu einer bewegenden Geschichte verwebt, was ein Leben letztlich ausmacht: Erinnerungen und Liebe.

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